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Gebt uns eine Schlagzeile – Gebt uns Tote – Gebt uns Betroffenheit

Das unheimliche Schweigen der Islamisten (Yassin Musharbash)

Deutschland könnte wegen der Skandalfotos aus Afghanistan ins Visier von Terroristen geraten. Noch schweigen die Terror-Websites nach der Totenkopf-Affäre - aber das muss keineswegs so bleiben: Islamisten haben schon aus geringerem Anlass hasserfüllt reagiert.

Spiegel-Online 27.10.06

Ein WUNDER oder wie man aus Nichts eine Seite Schwachsinn produziert.

Und nun? Kein Imam, kein Hodscha oder Vorbeter in der Nähe? Wo sind sie, die Empörten, Beleidigten und seelisch Gekränkten?

Wir wissen zwar nicht was der unheilige Irre aus den afghanischen Bergen empfiehlt? Wir empfehlen: Schicken Sie Anfragen, Aufforderungen und Abordnungen zu Bin Laden und Bin Bereit, die bomben dann sicher BLÖD Dieckmann zur nächsten Schlagzeile:

ERST TOTENKOPF – DANN KOPFSALAT

27.10.06 12:52


Von der RAF zur FARCE


Vor dreißig oder vierzig Jahren ging es mindestens noch um die Weltrevolution. Die nachgeborenen Antiimperialisten sind hingegen nur noch spießige Salonrevolutionäre. Statt der Menschheit beglücken sie nun - Kanin und Huhn.

„In Zürich überfiel ein Kommando der Tierbefreiungsfront( "Animal Liberation Front" (ALF) den Zirkus Royal. Die magere Ausbeute: Ein Hase, ein Meerschweinchen. Die revolutionäre Attacke ist Teil des weltweiten Kampfes der tierischen Terroristen. ( . . . ) Die Nachricht der Entführer verbreitete sich rasant im Anarcho-Netz: Unter der Überschrift "Aktion gegen die Ausbeutung von Tieren im Zirkus Royal" schauen zwei schwarz bemützte und gekleidete Männer dem Betrachter böse entgegen“. Spiegel-Online, 26.10.06

Demnächst:

Reihenweise werden Senioren ihrer „Wups“, „Waldi“ und „Moppelchen“ beraubt. Zu fett, zu wenig Auslauf und eine Tierliebe, die den Mops im Mops nicht mehr Mops sein lässt. Artgerecht versteht sich. Was die Getretenen und Geschlagenen in Bangladesh, in den Favelas von Sao Paolo und den Elendsquartieren von Johannesburg nun wahrlich aufatmen lässt. Auch die Gemordeten in Darfur versteht sich. Und Bin Laden in den afghanischen Bergen schult um, auf Wunderheiler. Der nur noch westlich-dekadente Mc-Rib sprengt, um aus Fleischfasern glückliche Rinder zu wundern.

Wo wären wir ohne diese Hoffnung?
27.10.06 12:17


Viel Lärm um Nichts

Geschmacklos sind die Bilder allemal, aber den Aufstand der üblichen Betroffenen und Entsetzten nicht wert. Das den „Orcs von der BLÖD-Zeitung“ nichts dümmeres einfällt, als die Angelegenheit mit dem US-Desaster in Abu Ghraib zu vergleichen, liegt in der Natur ihrer beschränkt-größenwahnsinnigen Berichterstattung. Für eine knallige Schlagzeile wird selbst die eigene Mutter in die Gruft geprügelt. Warum dann nicht auch einige dumme Jungen von der Bundeswehr? Männer, die man in Kriege schickt, um sich dann über deren Verrohung zu wundern!? Ach Pardon, unsere Krieger sind ja nur bewaffnete Sozialarbeiter und Entwicklungshelfer, die unablässig Gutes tun. Kämpfen, massakrieren und foltern tun immer die Anderen. Bis wir endlich selber erwachsen werden und uns nicht immer hinter den anderen verstecken können. Der erste echte Kampfeinsatz(am Boden) der Bundeswehr seit dem zweiten WK steht demnächst ins Haus. Auch und gerade weil die verantwortlichen Politiker so tun, als könne man Kriege führen, ohne sich die Finger schmutzig zu machen. Und wenn die ersten Jungs in Zinksärgen nach Gütersloh oder Prenzlau ausgeflogen werden, dann dämmert uns vielleicht die Erkenntnis, dass peacekeeping halt auch KRIEG ist.


27.10.06 11:09


25.10.06 16:37


UNTERSCHICHTENREPORT 1

Mittagszeit im St. Oberholz.

Längst ist die "Gaststätte", wie sie sich selber nennt, kein Geheimtipp mehr. Direkt am Rosenthaler-Platz gelegen, erstreckt sie sich über zwei Etagen und liegt auf "blutig" historischem Grund. Hier hofften schon viele auf das Glück der Selbständigen. Und versenkten ihr Vermögen in der Rosenthaler Vorstadt(Berlin).

Lange stand der Laden deshalb leer, bis der Zeitgeist endlich dort seine Heimstatt fand. Um 1900 erbaut, wurde das Gebäude von den Gebrüder Aschinger als neunte Bierquelle genutzt. Eine Tradition, der sich die Sankt Oberholzer irgendwie verpflichtet fühlen. Nur das mit der Bierquelle passt dann doch nicht zum gängigen Mainstream. Bier gibt es hier zwar auch, vor allem aber Bionade, Fritz-Limonde, Tee mit frischer Minze und anderen Schnickschnack. Täglich wechseln die Gerichte und Suppen. Milchfladen, Ökotoasts, Bagels und anderes Zeitgeistgebäck wandert über den Tresen, an die vornehmlich junge Kundschaft.

Frische Säfte, gezapftes Bier und ein Internetzugang über freies WLAN, lockt besonders den Apple-Adel an die Stehtische. Windows-Proleten werden links liegengelassen. Es ist ein FestOrt der Jungen und Kreativen oder zumindest derjenigen, die sich dafür halten.

Kaum zeigt die Sonne erstes Bemühen, da räumt das ansonsten eher träge Personal, Sitzmöbel auf den Bürgersteig. Hier sitzt man viel, hier sitzt man gern. Da stört es den Kaffeegenuß überhaupt nicht, dass es stinkt, knallt und scheppert was das Zeug hält. Von Dreck und Staub einmal ganz zu schweigen. Aber die Kreuzung Rosenthaler/Torstraße in Berlin-Mitte, ist so ziemlich das Hässlichste, was sich diese Stadt leistet. Kein Baum, kein Strauch und wenig freundliche Farbe, dafür Brandmauern, Baustellen und eine Ansammlung von fettig stinkenden Bretterbuden, die sich Markt nennen.

Fast Food-Freunde und Döner-Gourmets kommen hier voll auf ihre Kosten. Frittenbude reiht sich an DönerCenter, Sushi wird am liebsten zu Pasta serviert und eine Chinesin hat einen Türken geheiratet oder umgekehrt, so genau hat sich das noch nicht durchgetrascht.
Wer die Kalorien wieder loswerden muss, hat die Wahl zwischen den FitnessCenter rechts an der Torstraße oder dem Beate-Uhse-Shop links auf der Bernauer. Mir ist Beate-Uhse lieber, da wird mehr gelacht.

Ein knappes Stündchen bin ich nun schon im Unterholz. Mein Schreibblock, Stift und der schon längst kalte Kaffee fallen unangenehm auf. Ich zünde mir eine spanische Zigarre an, billig und von hervorragendem Gestank und freue mich über die giftigen Blicke der Öko-Nichtraucher-Nichttrinker-und-Spaßlos-Fraktion. Prima Siesta.

25.10.06 13:42


Berlin-Favela - Rosenthaler Ecke Steinstraße

Los gehts. Inmitten der Berliner-Jubelmeile zwischen Hackescher-Markt und Schönhauser-Allee liegt ein einsames Büro mit noch einsameren Menschen. Das heißt, ganz so dramatisch ist es heute nicht, weil sich gerade ein magerer Sonnenstrahl durchs Gewölk beißt und weil es heute so einmalig leer im Büro ist. Dienstreise, Krankheit und Ich-muss-mal-ganz-dringend-Wohin. Meinetwegen kann sich die Mischpoke tagtäglich anderswo tummeln. Das gibt mir die Gelegenheit irgendein ersten Schwachsinn in dieses Blog zu hämmern. So, das war die Eingangssequenz. Jetzt erst mal schauen wie es aussieht. Ok!

Bevor ich mich hier weiter auslasse, gibt es den Mittagstisch. Schawarma, ein Gericht aus dem neuen deutschen Schutzgebiet: LIBANON – aber Berlin-Pikant mit Ketchup und Sojasosse.

Ich drück EUCH und verwöhne MICH

25.10.06 12:25





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